Tasse Tee für Wohlbefinden

Gesunde Führung

Gesunde Führung beinhaltet nicht nur das Führen Ihrer Mitarbeiter, sondern ebenso den Aspekt der Selbstführung. Wie überzeugend ist Ihre Selbstführung? Wie wollen Sie das Thema glaubwürdig vermitteln, wenn Sie selbst am Limit sind? Wie hoch ist Ihr Belastungsniveau?

Verschaffen Sie sich einen Überblick über den Level Ihres persönlichen und beruflichen Stressempfindens und lassen Sie sich von neuen Ideen und Ansätzen für ein gesundheitsorientiertes Führungsverhalten inspirieren.

→ Gesunde Führung ist ein Modul unserer Beratung für BGM Betriebliches Gesundheitsmanagement

Warum ist gesundes Führen heute aktueller denn je?

Zukünftig wird es nicht mehr nur darum gehen, die besten Arbeitskräfte zu finden, sondern Unternehmen und Führungskräfte stehen vor der Aufgabe, ihre Mitarbeiter insbesondere ab 50+ noch über Jahre physisch und auch psychisch leistungsfähig zu halten. Damit wird Gesundes Führen im Sinn der Mitarbeiterfindung und -Bindung zu einem wichtigen Aspekt der Arbeitgeberattraktivität und des teaminternen „wellbeings“.

Wie beeinflusst gesunde Führung das Wohlbefinden der Mitarbeiter?

Ein zentraler Satz aus der im Jahr 2000 erschienenen VW-Studie von Professor Peter Nieder verdeutlicht den Zusammenhang von Gesundheit und Führung: „Eine Führungskraft nimmt ihren Krankenstand mit, wenn sie versetzt oder befördert wird!“

Ähnlich wie im DAK Gesundheitsreport 2014 oder einer INQA-Studie aus 2005 kommen auch Dr. J. Illmarinen und Dr. J. Tempel 2002 in einer Studie zu einem ähnlichen Ergebnis: „Gutes Führungsverhalten und gute Arbeit von Vorgesetzten ist der einzige hoch signifikante Faktor, für den eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zwischen dem 51. und 62. Lebensjahr nachgewiesen wurde.“

Wie führen Sie sich selbst
und möglichst auch Ihre Mitarbeiter gesundheitsbewusst?

Schöpfen Sie die Spielräume der Verhältnisprävention (äußeren Faktoren wie Arbeitsbedingungen- und -Aufgaben, Entscheidungsspielräume etc.) aus, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu positiv beeinflussen? Haben Sie eine gute Work-Life-Balance, leben Sie soziale Unterstützung und Wertschätzung (Verhaltensprävention) vor, um den Stresslevel Ihrer Mitarbeiter prinzipiell reduzieren und in kritischen Phasen sensibel und vorausschauend agieren zu können?

Jährlich erscheint der Gesundheitsmonitor (herausgegeben von Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Barmer GEK). In der Ausgabe von 2015 geben etwa 25% der befragten Arbeitnehmer in Vollzeit an, dass sie nicht glauben, das eigene Arbeitstempo dauerhaft durchhalten zu können. Darüber hinaus arbeitet angeblich knapp ein Viertel der Befragten ohne Pause und 18% der Befragten stoßen oft an die eigenen Leistungsgrenzen. Diese Zahlen drängen „Gesunde Führung“ förmlich auf.

Welche Arbeitsverhältnisse führen zu Stress?

… und erschweren somit gesundes Führen?
Die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz sind ein wesentlichen Einflussfaktor in dem Führungskräfte gewissen Spielräume nutzen können, um Mitarbeitern individuell entgegen kommen zu können. Doch kaum eine Führungskraft hat die Entscheidungsbefugnisse, ungünstige Bedingungen komplett oder sofort abstellen zu können. Das Wissen darum, welche Faktoren den Stresslevel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grundsätzlich erhöhen, kann aber jeder Führungskraft dabei helfen.

Insbesondere in Phasen mit großen Zeitdruck und besonderes Vorkommnissen hilft es, wenn Führungskräfte wissen welche Faktoren den Stresslevel der Mitarbeiter prinzipiell erhöhen, um dann besonders sensibel agieren zu können.

Als Stress erzeugende Managementprozesse sind Befristung und Arbeitszeitflexibilisierung zu nennen:

Befristung:

eine mehrfach unbefristete Anstellung kann als wenig wertschätzend empfunden werden und Unsicherheitsgefühle oder Existenzängste hervorrufen. Langfristige Entscheidungen sind schlecht möglich, dadurch sind im Privatleben der Planungs- und Handlungsspielraum ebenfalls stark eingeschränkt

Arbeitszeitflexibilisierung:

wenn der Arbeitsumfang und die Arbeitszeit sehr vom Auftragsaufkommen abhängig sind, so dass weder das Arbeits- noch das Privatleben gut planbar entstehen Stress und Unzufriedenheit sind. Ein bewusstes Abschalten fällt schwer oder findet kaum noch statt. Die Mitarbeitenden stehen ständig unter Strom.

Ziele von gesunder Führung

Gesunde Führung reduziert körperliche und psychische Beschwerden und steigert die Arbeitszufriedenheit. Darüber hinaus sind verschiedensten Studien positive Auswirkungen auf die Senkung von Fehlzeiten, Fluktuation und Leistung nachgewiesen worden. Somit leistet gesunde Führung ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.

Immer noch wird „Gesund Führen“ und betriebliches Gesundheitsmanagement von vielen Unternehmen als lästige Zusatzaufgabe empfunden. Diesen Unternehmen scheint es nicht bewusst zu sein, welchen Einfluss die Gesunderhaltung der Mitarbeiter für die originäre Wettbewerbsfähigkeit hat.

„Gesund Führen“ ist definitiv ein Kostenthema

Ein Tag Arbeitsunfähigkeit eines Beschäftigten verursacht im Unternehmen durchschnittlich Kosten von ca. 250,-€ aufwärts. Fällt ein Mitarbeitender dauerhaft aus oder verlässt das Unternehmen, dann kommen Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten meist im fünfstelligen Bereich hinzu. Die Effekte, die durch Mundpropaganda und über andere Wege das Image als Arbeitgeber beeinflussen sind nur schwer messbar, jedoch nicht unerheblich.

Für mehr Gesundheit und Wohlbefinden
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→ Gesund Führen

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