Tasse Tee für Wohlbefinden

Gesunde Führung

Gesunde Führung beinhaltet nicht nur das Führen Ihrer Mitarbeiter, sondern ebenso den Aspekt einer überzeugenden gesundheitsorientierten Selbstführung. Wie wollen Sie das Thema glaubwürdig vermitteln, wenn Sie selbst am Limit sind? Wie hoch ist Ihr Belastungsniveau?

Verschaffen Sie sich einen Überblick über den Level Ihres persönlichen und beruflichen Stressempfindens und lassen Sie sich von neuen Ideen und Ansätzen für ein gesundheitsorientiertes Führungsverhalten inspirieren.

Warum ist gesundes Führen heute aktueller denn je?

Zukünftig wird es nicht mehr nur darum gehen, die besten Arbeitskräfte zu finden. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, insbesondere die Mitarbeiter ab 50+ noch über Jahre physisch und auch psychisch leistungsfähig zu halten. Damit wird Gesundes Führen im Sinn der Mitarbeiterfindung und -Bindung zu einem wichtigen Aspekt der Arbeitgeberattraktivität und des teaminternen „wellbeings“.

Gesunde Führung

Führen in der Krise

In Krisenzeiten, ausgelöst durch die fortschreitende Digitalisierung, den Fachkräftemangel in Kombination mit dem demografischen Wandel, verschärft durch die Pandemie, erfordert eine gesunde Führung den Blick bewusst auf das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter zu legen.

Es gilt, Ängste und Unsicherheiten frühzeitig wahrzunehmen und verständnisvoll anzusprechen bzw. gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Dafür bietet eine vertrauensvolle Unternehmenskultur eine solide Basis.

Wie wird das Wohlbefinden der Mitarbeiter beeinflusst?

Ein zentraler Satz aus der im Jahr 2000 erschienenen VW-Studie von Professor Peter Nieder verdeutlicht den Zusammenhang von Gesundheit und Führung: „Eine Führungskraft nimmt ihren Krankenstand mit, wenn sie versetzt oder befördert wird!“

Ähnlich wie im DAK Gesundheitsreport 2014 oder einer INQA-Studie aus 2005 kommen auch Dr. J. Illmarinen und Dr. J. Tempel 2010 in einer Studie zu einem ähnlichen Ergebnis: „Gutes Führungsverhalten und gute Arbeit von Vorgesetzten ist der einzige hoch signifikante Faktor, für den eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zwischen dem 51. und 62. Lebensjahr nachgewiesen wurde.“
Quelle: Jürgen Tempel/ Marianne Giesert/ Juhani Ilmarinen „Arbeitsleben 2025 – Das Haus der Arbeitsfähigkeit im Unternehmen bauen“, 2011, S. 245

Infografik: Zusammenhang hoher Fehlzeiten mit schlechter Unternehmenskultur

Wie führen Sie sich selbst
und möglichst auch Ihre Mitarbeiter gesundheitsbewusst?

Schöpfen Sie die Spielräume der Verhältnisprävention (äußeren Faktoren wie Arbeitsbedingungen- und -Aufgaben, Entscheidungsspielräume etc.) aus, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu positiv beeinflussen? Haben Sie eine gute Work-Life-Balance, leben Sie soziale Unterstützung und Wertschätzung (Verhaltensprävention) vor, um den Stresslevel Ihrer Mitarbeiter prinzipiell reduzieren und in kritischen Phasen sensibel und vorausschauend agieren zu können?

Jährlich erscheint der Gesundheitsmonitor (herausgegeben von Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Barmer GEK). In der Ausgabe von 2015 geben etwa 25% der befragten Arbeitnehmer in Vollzeit an, dass sie nicht glauben, das eigene Arbeitstempo dauerhaft durchhalten zu können. Darüber hinaus arbeitet angeblich knapp ein Viertel der Befragten ohne Pause und 18% der Befragten stoßen oft an die eigenen Leistungsgrenzen.

Welche Arbeitsverhältnisse führen zu Stress?

Die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz sind ein wesentlichen Einflussfaktor in dem Führungskräfte gewissen Spielräume nutzen können, um Mitarbeitern individuell entgegen kommen zu können. Doch kaum eine Führungskraft hat die Entscheidungsbefugnisse, ungünstige Bedingungen komplett oder sofort abstellen zu können. Das Wissen darum, welche Faktoren den Stresslevel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grundsätzlich erhöhen, kann aber helfen.

Insbesondere in Phasen mit großen Zeitdruck und besonderes Vorkommnissen hilft es, wenn Sie wissen welche Faktoren den Stresslevel der Mitarbeiter prinzipiell erhöhen, um dann besonders sensibel agieren zu können.

Als Stress erzeugende Managementprozesse sind Befristung und Arbeitszeitflexibilisierung zu nennen:

Befristung:

Eine mehrfach unbefristete Anstellung kann als wenig wertschätzend empfunden werden und Unsicherheitsgefühle oder Existenzängste hervorrufen. Langfristige Entscheidungen sind schlecht möglich, dadurch sind im Privatleben Planungs- und Handlungsspielraum ebenfalls stark eingeschränkt.

Arbeitszeitflexibilisierung:

Sind Arbeitsumfang und Arbeitszeiten sehr vom Auftragsaufkommen abhängig, ist weder das Arbeits- noch das Privatleben gut planbar. Dadurch entsteht Stress und Unzufriedenheit. Ein bewusstes Abschalten fällt schwer oder findet kaum noch statt. Die Mitarbeitenden stehen ständig unter Strom.

Arbeitgeberattraktivität - Attraktiv wie Rote Flamingos

Unsere fünf Empfehlungen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität inspirieren Sie zu den Themen der Mitarbeiterbindung und den Bedürfnissen der Generationen.

Ziele von gesunder Führung

Die körperlichen und psychischen Beschwerden werden reduziert und die Arbeitszufriedenheit wird gesteigert. Darüber hinaus sind verschiedensten Studien positive Auswirkungen auf die Senkung von Fehlzeiten, Fluktuation und Leistung nachgewiesen worden. Somit wird ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens geleistet.

Immer noch betriebliche Gesundheitsförderung von vielen Unternehmen als lästige Zusatzaufgabe empfunden. Diesen Unternehmen scheint es nicht bewusst zu sein, welchen Einfluss die Gesunderhaltung der Mitarbeiter für die originäre Wettbewerbsfähigkeit hat.

Es ist definitiv ein Kostenthema. Ein Tag Arbeitsunfähigkeit eines Beschäftigten verursacht im Unternehmen durchschnittlich Kosten von ca. 250,-€ aufwärts. Fällt ein Mitarbeitender dauerhaft aus oder verlässt das Unternehmen, dann kommen Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten meist im fünfstelligen Bereich hinzu. Die Effekte, die durch Mundpropaganda und über andere Wege das Image als Arbeitgeber beeinflussen sind nur schwer messbar, jedoch nicht unerheblich.

Auch interessant ist die Forschungsstudie „Führung und Gesundheit“. Für ein gesundes Berufsleben – Bericht Stand 04/2016 © 2016 Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
↗ www.bgw-online.de

Für mehr Gesundheit und Wohlbefinden
in Ihrem Team, besuchen Sie unseren
→ Workshop: Gesund Führen
→ Aufbau-Programm: Gestärkt durch die Krise

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