Medienkompetenz in der Kita:
Von Unsicherheit zu einer klaren, gemeinsamen Haltung
Erfolgreiche Medienkompetenz scheitert nie an der Technik. Sie beginnt mit der mutigen Frage: Wie schaffen wir eine Haltung, die unser Team und die Eltern begeistert und mitnimmt?
Mein Ansatz: Aus der Praxis für die Praxis
Mein Ansatz ist nicht nur Theorie. Er wurde über zwei Jahre im wegweisenden Projekt „DigiCoaches und SmarteKitas“ direkt in der Praxis entwickelt – eine trägerübergreifende Qualifizierung, durchgeführt vom VEK (Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen) im Auftrag des Sozialministeriums Schleswig-Holstein.
Gemeinsam mit Fachberatungen und Kita-Teams haben wir auf allen Ebenen gearbeitet, um echte, alltagstaugliche Lösungen zu schaffen.
Der Weg dorthin führt über die ehrlichen Sorgen, die in Ihrer Einrichtung im Raum stehen. Hier sind die häufigsten – und meine Antworten darauf:

Kompetenzförderung im Umgang mit digitalen Medien

Digitale Medienkompetenz zeigt sich im Alltag auf unterschiedlichen Ebenen.
1. Beobachtung und Dokumentation (Portfolio-Arbeit) digital unterstützt
Beim Ausprobieren und Experimentieren mit digitalen Medien, die das analoge Portfolio ergänzen (QR-Code, Audio-Stifte, Mini-Drucker etc.) zeigte sich schnell, dass digitale Medien bei der Dokumentation förderlich sein können, Erinnerungen und Erfolgserlebnisse der Kinder vielfältiger zu speichern.
Dabei ist in Zusammenarbeit mit der Firma Link IT die App „Weltensammler“ entwickelt worden. Mit Hilfe dieser App können Kinder eigene digitale Portfolio-Seiten und einen Portfolio-Ordner erstellen.
Auch die Möglichkeit, Eltern in die Portfolio-Arbeit mit einzubeziehen oder sie zu informieren, konnte durch digitale Medien erweitert werden.
Inzwischen ist die App in den App-Stores erhältlich. Sie gestattet den Blick auf die Themen, Zugänge und Entwicklungsschritte eines Kindes aus unterschiedlichen Perspektiven (vom Kind selbst, Eltern, Fachkräften).
2. Medienpädagogik mit Blick auf die Kinder
Digitale Medien als Werkzeuge: Endoskop, Beebot, Kreativ-Apps und Co.
In diesem Cluster ging es weniger darum, ein Gerät bedienen zu können, sondern der Fokus lag auf dem kompetenten Umgang mit den digitalen Inhalten.
Neben der Auseinandersetzung mit den Fragen zu „warum, wozu, was und wie“ ging es primär darum eigene Erfahrungen bei der Erstellung von Ausdrucken, Stopp-Motion-Filmen, Experimenten etc. zu sammeln und auszuwerten zu können.
Weiter war uns wichtig, verstehen zu lernen, was die Kinder im Umgang mit Medien lernen sollen und wollen und wie die pädagogischen Fachkräfte diese Anforderungen kindgerecht umsetzen können.
3. Kommunikation und Informationsweitergabe für Fachkräfte und Eltern
Traditionell ist die Kita-Kommunikation mit den Eltern unter den pädagogischen Fachkräften und analog. Im Projekt wurde an vielen Stellen deutlich, dass die bisher eingesetzten Mittel der Informationsübermittlung den Ansprüchen und Bedarfen aktuell nicht mehr entsprechen.
Bedingt durch immer größere Einrichtungen, längere Betreuungszeiten und eine Verdichtung der (Dokumentations-) Anforderungen machen ein Überdenken der bisherigen Informationswege erforderlich. Häufig stehen Eltern in den Bring- und Abholzeiten unter hohem Zeitdruck, so dass auch die analoge Nachrichtenübermittlung an Eltern oftmals an Grenzen stößt.
Ziel dieses Projekt-Teilbereiches war es, mit digitalen Informationswegen zu experimentieren und dabei die faceto-face Kommunikation von Erinnerungen, Weiterleiten von Terminen, Abfragen oder anderen organisatorischen Fragestellungen zu entlasten. Im Vordergrund stand eine verlässliche Kommunikation, die die Ressourcen aller Beteiligten schont und Zeit für tiefergehende Gespräche schafft.
Dazu haben wir uns beispielsweise mit Fragen zur Planung von Umsetzungsschritten zur Einführung einer Kita-App, mit potenziellen Kriterien für die Auswahl einer Kita-App und mit Regeln, die eine Digitale Kommunikation braucht, beschäftigt.
Eigens dazu haben wir einen „Kita-Kommunikations-Knigge“ entwickelt.
Die Entwicklung dieser Bereiche begleite ich als pädagogische Fachberatung fachlich und prozessbezogen.
Vom komplexen Prozess zur klaren Strategie
Die Einführung digitaler Medien ist kein simples To-do. Es ist ein komplexer Veränderungsprozess, der an die Grundfesten Ihrer Einrichtung geht. Er berührt die Pädagogik, die Teamkultur und die Kommunikation mit den Eltern.
Um diese Komplexität zu meistern, errichten wir gemeinsam zwei starke Säulen: eine klare Struktur und eine gemeinsame Haltung im Team.
- Schaffen Sie eine klare Struktur, die beispielsweise Prozesse bei Dokumentation und Eltern-Kommunikation vereinfacht.
- Entwickeln Sie eine gemeinsame Haltung, die Ihrem Team die pädagogische Sicherheit gibt, um Kinder in der digitalen Welt wirklich zu stärken.
Die meisten scheitern, weil sie nur die Technik sehen und die Menschen vergessen.
Die ehrlichen Fragen zum Thema Medienkompetenz (und meine Antworten darauf) – FAQ
Ich habe Angst, dass das alles zu viel wird – für mich und mein Team. Was, wenn uns die Reizüberflutung überrollt?
Diese Angst ist nicht nur normal, sie ist ein Zeichen für verantwortungsvolle Führung. Es geht nicht darum, mehr zu tun, sondern das Richtige. Mein Ansatz ist es, gemeinsam einen klaren, ruhigen Weg zu finden – einen Filter zu entwickeln, der den Lärm draußen hält und nur das reinlässt, was Ihr Team wirklich stärkt.
Was ist, wenn die Kinder morgen nur noch mit dem Tablet auf dem Fußboden „rocken“ und die pädagogische Qualität leidet?
Das ist die größte Sorge vieler Pädagoginnen. Und genau deshalb geht es bei mir nie um die Technik zuerst, sondern immer um die Haltung. Wir schaffen klare pädagogische Leitplanken. Wir definieren, wann und wie digitale Medien unsere Werte unterstützen – und wann sie es nicht tun. Das Ziel ist nicht der digitale Kindergarten, sondern die Stärkung des Kindes in einer digitalen Welt.
Das klingt alles gut, aber ganz ehrlich: Wo soll das Geld dafür herkommen?
Eine berechtigte und entscheidende Frage. Die Investition in Workshops oder Technik muss sich lohnen. Deshalb beginnt meine Arbeit immer mit einer klaren Strategie: Was ist das Ziel und welcher Weg ist der Effizienteste? Zudem bin ich als INQA-Coach autorisiert, Fördermittel zu beantragen, die bis zu 80% der Beratungskosten decken können. Wir sprechen also nicht nur über Kosten, sondern über kluge, finanzierbare Investitionen in Ihre Zukunft.
Der bewährte Weg: Vom Wandel zur gelebten Medienkompetenz
Die zentrale Frage lautet: Wie gehen wir als Kita gut mit digitalem Wandel um – im Sinne der Kinder und im Sinne unseres Teams?
In meiner Praxis bewährt sich ein schrittweises Vorgehen: Wir klären, was aktuell dran ist, erproben kleine alltagstaugliche Schritte, werten Erfahrungen aus und passen an. So entsteht ein Rahmen, der zu Ihrer Einrichtung passt – praxisnah, beteiligungsorientiert und ohne Überforderung.
Ihre Situation ist einzigartig. Die Lösung auch.

Geht es um die richtige Technik? Um die Ängste im Team? Um klare Regeln für die Kinder oder die Kommunikation mit den Eltern?
Bevor Sie einen weiteren Workshop buchen oder Geld für Technik ausgeben: Lassen Sie uns genau das sondieren. In einem kostenfreien, strategischen Gespräch finden wir gemeinsam heraus, wo Ihr größter Hebel für eine wirksame Medienkompetenz wirklich liegt.
