Organisationsentwicklung - Schach

Arbeitgeberattraktivität

1. Was tun gegen den Fachkräftemangel und wachsende Ansprüche?

In ca. sechs bis acht Jahren werden wir ein Fachkräfte-Qualitätsproblem haben. Aus Personalknappheit entstehen dann verpasste Wachstumschancen für Unternehmen. So entwickelt sich im „War of Talents“ schon heute ein strategisches Arbeitgebermarketing immer mehr zur Königsdisziplin.

Arbeitgebermarketing – Externes Employer Branding

Nutzen Sie Arbeitgebermarketing als unternehmensstrategische Maßnahme. Damit können Sie sich gegenüber Ihren Wettbewerbern abzugrenzen und für Ihre Zielgruppe der Wunscharbeitgeber werden.

  • Wofür steht Ihr Unternehmen?
  • Was macht Sie einzigartig?
  • Was schätzen Ihre Mitarbeiter an der Organisation?

Es wird immer wichtiger, nicht nur eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen, sondern sie auch im Arbeitsalltag mit Leben zu füllen. Jeder Dritte hat seinen Job schon einmal im ersten Jahr aufgrund enttäuschter Erwartungen wieder gekündigt (Quelle: StepStone Onboarding im Fokus, 2019).

Für die Mitarbeiterzufriedenheit ist es entscheidend, dass gegebene Versprechen auch eingelöst werden. Ansonsten entwickelt sich Employer-Branding zum Boomerang.

Benennen Sie ihre Alleinstellungsmerkmale und werden Sie zum Wunscharbeitgeber!

2. Wie bekommen Sie die Bedürfnisse in den Generationen X, Y, Z unter einen Hut?

Je breiter Ihr Spektrum an Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung ist, desto eher wird es Ihnen gelingen, sowohl die individuellen als auch unterschiedlichen Erwartungen der Generationen zu befriedigen.
Beispielsweise möchte:

  • Generation X eher Statussymbole wie eigenes Büro, Auto etc.
  • Generation Y bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Generation Z mitgestalten unter Berücksichtigung von Sinnhaftigkeit, Anerkennung
Grafik Baby boomers und Generation X, Y, Z
Quelle: StepStone Report Arbeitgeberattraktivität

Die gesellschaftlichen Veränderungen zeigen, wie wichtig es ist, dass Sie Ihr Arbeitgebermarketing regelmäßig überprüfen und Ihre Strategien den veränderten Bedürfnissen anpassen. Wie sonst wollen Sie Ihre Mitarbeiter binden?

Mitarbeiterbindung – Internes Employer-Branding:

  • Mitarbeiter als Multiplikatoren: zufriedene Mitarbeiter und Kunden als Markenbotschafter für eine nachhaltige Wertschöpfungskette
  • Arbeitsumfeld: besondere Arbeitsatmosphäre, trendige Arbeitssettings, modernste Technikausstattung
  • Talentmanagement: Talente entdecken und fördern, passende Aufgaben und Teams entwickeln

Bei der internen Mitarbeiterbindung liegt der Fokus auf sogenannten Bindungsfaktoren, die dazu beitragen, dass die Mitarbeiter sich mit dem Unternehmen / der Einrichtung identifizieren. Besonders oft genannt werden Faktoren wie: flache Hierarchien, ein familiäres Umfeld, sinnvolle Aufgaben und Angebote zur Work-Life-Balance. Loyalität und Motivation sind dann besonders groß, wenn Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen und sich dem Unternehmen verbunden fühlen. Allerdings zeigt eine aktuelle Umfrage, dass nur ungefähr die Hälfte der Befragten mit seinem derzeitigen Arbeitgeber zufrieden ist.

 Mitarbeiterbindung versteht den Mitarbeiter als Kunden, es richtet sich an bestehende und zukünftige Mitarbeiter.

3. Kommunikation von Arbeitgeberattraktivität

Nutzen Sie Ihre Mitarbeiter als Botschafter. Zufriedene Mitarbeiter berichten im Freundes- und Kundenkreis von Arbeitserlebnissen. Darüber hinaus beschweren Sie oft auch anonym in den diversen Bewertungskanälen des Internets (obwohl es ihnen nicht erlaubt ist!).

Arbeitgeber - Kommunikation mit Mitarbeitern

Mitarbeiter prägen damit das Image ihres Unternehmens nach außen. Deshalb lohnt es sich, den Kontakt zu den Mitarbeitern zu halten und in ihre Zufriedenheit zu investieren (Quelle: StepStone Studie, Erfolgsfaktoren im Recruiting, 2017). Setzen Sie die Angebote nach Mitsprache um, damit sie von Ihren Mitarbeitern auch angenommen werden.

Schaffen Sie konkrete Mehrwerte für Ihre Mitarbeiter.

4. Wie stärken Sie Identifikation und Loyalität?

Überprüfen und investieren Sie in Ihre Unternehmenskultur. Echte Unternehmenswerte vorausgesetzt, schafft sie Vertrauen und Sicherheit. Auf Sicht entwickelt sich aus einer guten Unternehmenskultur eine gute Arbeitsplatzkultur.

Merkmale guter Unternehmenskultur:

  • Flache Hierarchien und gutes Arbeitsklima: sinnhafte Entscheidungen, transparente Kommunikation und flexible Arbeitszeitmodelle
  • Glaubwürdige Wertvorstellungen: überzeugende Mehrwerte und Feelgood-Management
  • Authentizität: beinhaltet eine gelebte Fehlerkultur und vermittelt Zuverlässigkeit
Quelle: StepStone Report Arbeitgeberattraktivität

Wenn Ihre Mitarbeiter Sie als Arbeitgeber weiterempfehlen, dann haben Sie einen guten Job gemacht. Sie haben eine vertrauensvolle Unternehmenskultur aufgebaut.

5. Arbeitgebervorteile: Wie können Sie die Fluktuationsrate senken?

Erfahrungsgemäß empfiehlt es sich, die Mitarbeiter nach Ihren Vorstellungen zu befragen und sie derart in die Angebotsentwicklung zu integrieren.

Anreizsysteme sind vielschichtige Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und zur Stärkung der Arbeitgeberattraktivität. Je nach Branche und Unternehmensgröße stehen Ihnen unterschiedlichste Anreizsysteme zur Verfügung.

Klassische Angebote zur Mitarbeiterbindung:

  • Work-Life-Balance: Familienservice, Kita-Zuschüsse, kostenloses Coaching und Beratungen, Gesundheitsfürsorge
  • Vorsorge und Vermögensbildung: betriebliche Altersvorsorge, Zusatzversicherungen
  • Home Office: gute technische Geräteausstattung, Software, Internetzugang

Ausgewählte Zusatzangebote zur Mitarbeiterbindung:

  • Regionalität: Rabatte, Wohnungen, Gutscheine
  • Lebensphasen orientierte Angebote: Alter, Ausbildung, Lebenssituation
  • Präventionsangebote: IGEL-Leistungen, Mitgliedschaft im Sportclub
  • Mobilität: Carsharing, E-Bike, Zuschuss zu ÖPNV-Angeboten
  • Gratifikationen: Empfehlungs- / Vermittlungsprämien
  • Weiterbildungen: Karriereförderung, Führung, Qualifizierungsmaßnahmen
  • Identifikation: Reisen, Feste, Challenges, Mitarbeiter-Blog

Neben Maßnahmen für alle Mitarbeiter, sind auch Benefits für einzelne Fach- und Führungskräfte oder auch Förderungen für ganze Teams beliebt.

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