Pädagogische Fachberatung mit Herz

Resilienz für pädagogische Mitarbeiter in Kitas

Aktuell steigen Selbstverantwortung, Herausforderungen und die Fragen nach dem richtigen Weg. Doch was ist richtig, was ist falsch und wie geht man am besten mit den Belastungen und Ängsten, den eigenen, denen von Eltern und Kindern um? Diese Fragen stellen sich täglich die meisten pädagogische Mitarbeiter.

Unsere Angebote

→ Resilienztraining für Führungskräfte und Einrichtungen
→ Resilienz-Workshop für Kita-Teams

Angestoßen durch die Langzeitstudien der Entwicklungspsychologin Emmy Werner wurde das Resilienz-Konzept der seelischen Widerstandskraft seit den 1990 Jahren weiterentwickelt. In den unterschiedlichsten Disziplinen von Psychologie, Pädagogik und Gesundheitswissenschaften hat sich die Fokussierung auf die Identifikation von Schutzfaktoren zu Gunsten der Minimierung von Risikofaktoren durchgesetzt.

Insbesondere in der pädagogischen Arbeit gewinnt die Schaffung förderlicher (Rahmen-)Bedingungen für eine gesunde Entwicklung und damit die Resilienzförderung von Kindern zunehmend an Bedeutung.

Resilienz und Salutogenese in der pädagogischen Arbeit

Begonnen hat die Resilienzforschung mit einer Langzeitstudie an knapp 700 Kindern auf der Hawaii-Insel Kauai. In der Präventionsforschung wurde die Änderung des Blickwinkels durch die Resilienzforschung und das Konzept der Salutogenese von Aaron Antonovsky nachhaltig bekräftigt. So rücken beide Konzepte davon ab, Ursachen und Bedingungen für die Entstehung von psychischen Störungen oder Verhaltensauffälligkeiten suchen.

Resilienz als auch Salutogenese fokussieren Faktoren, die eine gesunde Entwicklung trotz eines prekären Umfelds (wie Armut, Krankheit, Sucht etc.) begünstigen. Damit wird das Resilienz-Konzept praxistauglich für die pädagogische Arbeit.

Antonovsky, ein Medizinsoziologe, prägte den Begriff der Salutogenese. Wie Werner stellt er Ressourcen in den Mittelpunkt seiner Forschung. Jedoch fragt er danach, was Menschen hilft, mit widrigen Lebensumständen erfolgreich umzugehen. Der Ansatz der Salutogenese stellt das Kohärenzgefühl den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Dazu beschreibt Antonovsky drei Komponenten:

  1. Das Gefühl der Verstehbarkeit: von Ursache und Wirkung
  2. Das Gefühl der Handhabbarkeit: die Fähigkeit, Dinge eingeständig ändern zu können
  3. Das Gefühl der Sinnhaftigkeit: die Anstrengungen müssen Sinn machen und sich lohnen – „Lustgewinn“

Konkret fragt die Salutogenese danach, welche Rahmenbedingungen sind förderlich für die Erhaltung der Gesundheit? Während die Resilienzforschung die individuelle Anpassung an schwierige Lebensumstände in den Mittelpunkt stellt.
(vgl. Wustmann S. 14, 2004).

Beide Konzepte lassen sich gut miteinander verbinden. Sie haben den Paradigmenwechsel in der Präventionsforschung maßgeblich beeinflusst. So hat auch die WHO die Definition von Gesundheit zwischenzeitlich angepasst: „Gesundheit ist ein Zustand des völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das frei sein von Krankheit und Gebrechen.“ Dementsprechend entwickelt und fördert die WHO Präventionsprogramme und Trainings.

Weitere Informationen:
Resilienz-Training zur Persönlichkeitsenwicklung, für Führungskräfte und Einrichtungen und Träger in Veränderungsprozessen
Pädagogische Fachberatung Schleswig-Holstein

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