Tasse Tee für Wohlbefinden

BGF Betriebliche Gesundheitsförderung

Unsere Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) für KMU in Schleswig-Holstein können auch als Pilotprojekt für bestimmte Zielgruppen oder Themen konzipiert werden. Sie müssen nicht zwangsläufig einem kompletten BGM-Prozess untergeordnet sein.

  1. Maßnahmen der Verhältnisprävention
  2. Maßnahmen der Verhaltensprävention
  3. Bedarfsgerechte Analyse-Instrumente

→ BGF Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein Modul unserer Beratung für BGM Betriebliches Gesundheitsmanagement

Unsere Maßnahmen für Betrieblichen Gesundheitsförderung

Bei Personal- und Organisations-Entwicklungsprozessen betrachten wir sowohl die Rahmenbedingungen (Verhältnisprävention) als auch die Maßnahmen (Verhaltensprävention) ganzheitlich.

Damit die Gesundheitsförderung von den Mitarbeitern angenommen wird, sollten die Aspekte speziell auf das Unternehmen als auch auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnitten sein. Das Vorgehen sollte von der Führung mitgetragen und nach erfolgreichem Abschluss in der Unternehmenskultur verankert werden.

1. Maßnahmen der Verhältnisprävention

BGF Verhältnisprävention - Strand mit Strandkörben

Verhältnisprävention beschreibt eine gesundheitsgerechte Anpassung und Veränderung der Arbeits- und Organisationsstrukturen.

Bei den Maßnahmen zur Verhältnisprävention kommen beispielsweise Coaching-Zirkel, lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle, ergonomische Möbel etc. zum Einsatz.

Der Gesundheitszirkel

Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff „Gesundheitszirkel“ Konzepte, in denen sich die Mitarbeiter aktiv im Prozess des Wissensaustauschs engagieren. Sie äußern sich im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Sitzungen zu Problemen im Gesundheitsbereich. Es werden erste Vorschläge entwickelt, die Teilnehmer in ihren Arbeitsteams diskutieren können. In den 1980er Jahren sind zwei Konzepte für Gesundheitszirkel entstanden, das Düsseldorfer Modell und das Berliner Modell:

Gesundheitszirkel - Berliner und Düsseldorfer Modell
Quelle: Sochert 2010, in Anlehnung an den BKK Bundesverband

Kennzeichnend für das Düsseldorfer Modell ist eine interdisziplinäre und hierarchieübergreifende Zusammensetzung der Teilnehmer. Damit bildet der Gesundheitszirkel einen Querschnitt durch die betriebliche Abteilungen. Die Ursprünge dieses Modells liegen in der Arbeitsschutzforschung. Aus der Entstehungsgeschichte wird ein verhältnis- bzw. gestaltungsorientierter Ansatz betont. Sein Ziel es ist, organisatorische, technische und verhaltensbezogene Vorschläge zur Reduktion von Arbeitsbelastungen zu erarbeiten und umzusetzen. Häufig moderieren wir von AfGM als externe Moderatoren oder Gesundheitscoaches derartige Gesundheitszirkel.

Das Berliner Modell hingegen basiert auf einer homogenen Zusammensetzung von maximal 10 bis 15 Mitarbeitern einer Hierarchiestufe. In diesem Zirkel wird durch die Begleitung eines externen Moderators nach Verbesserungsmöglichkeiten der Arbeitssituation gesucht. Dieser Ansatz hat sich aus der Stressforschung entwickelt und verfolgt einen eher verhaltens- oder befähigungsorientierten Ansatz. Es stehen Vorschläge und Methoden zum Erlernen neuer Bewältigungsmuster im Vordergrund.

Zeitliche Dauer: in der Regel sind die Gesundheitszirkel zeitlich befristet und erstrecken sich über fünf bis sechs Treffen mit jeweils zweistündiger Dauer im Abstand von zwei bis drei Wochen.

Transparenz und Freiwilligkeit: die Mitarbeiter nehmen freiwillig teil, sie können auf Basis eines transparenten Verfahrens auch von Kollegen vorgeschlagen werden.

2. Maßnahmen der Verhaltensprävention

Verhaltensprävention unterstützt das Erlernen eines für die individuelle Gesundheit relevanten Verhaltens.

Mit Gesundheitstagen oder in betriebsinternen Präventionskursen  zur Stress-/Burnout-Reduktion könnten die Mitarbeiter sensibilisiert werden, eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und was sie für ihr Wohlbefinden tun möchten.

Zertifizierte Präventionskurse

Diese nach § 20 Abs. 1 SGB V und 20a SGB V zertifizierten Präventionskurse werden von allen gesetzlichen Krankenkassen finanziell bis zu 100 % gefördert.

Unser Angebot

für von gesetzlichen Krankenkassen zertifizierte Präventionskurse:

→ Stressbewältigung im Arbeitsalltag
→ Resilienztraining für mentale Widerstandsfähigkeit

Ab 6 Teilnehmern sind Wunschtermine nach Absprache möglich.

Seit 2000 wird nach gesetzlichen Vorgaben des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherungen für die Präventionskurse der Präventionsleitfaden regelmäßig weiterentwickelt. Er ist für die Krankenkassen verbindlich. Aufgabe eines Präventionskurses ist es, den Teilnehmern durch theoretisch und praktisch vermitteltes Wissen, Hilfe zur Selbsthilfe zu anzubieten.

Die Kurse sind auf sechs bis zwölf Teilnehmer ausgerichtet, enthalten kognitive, emotionale und physiologische Elemente zur Stressbewältigung. Sie basieren auf Eigeninitiative, bieten Raum für individuelle Fragestellungen und stärken die intrinsische Motivation, etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

Der Zuschuss der gesetzlichen Krankenkassen zu Präventionskursen beträgt i.d.R. bis zu 200,- € pro Person und Kalenderjahr, verteilt auf einen bis zwei Kurse. Die Dauer beträgt ca. 8 Sitzungen à 90 Minuten oder eineinhalb bis zwei Tage bei einem Kompaktkurs. Für genauere Förderkonditionen fragen Sie bitte bei Ihrer Krankenkasse nach.

3. Bedarfsgerechte Analyse-Instrumente

Zur Ermittlung unternehmensspezifischer Bedarfe der betrieblichen Gesundheitsförderung arbeiten wir je nach Anlass mit passgenauen Analyseinstrumenten.

Bei der Anlayse kommen als Instrument beispielsweise Mitarbeiterbefragungen, Gesundheitszirkel, Brettaufstellungen etc. zum Einsatz.

Analyse mit Brettaufstellungen

Brettaufstellungen sind auch als systemische Strukturaufstellungen bekannt. Sie beschreiben eine Methode, die dazu dient, bestehende Strukturen innerhalb gegebener wahrgenommener Systeme wie Teams, Abteilungen, Organisationen und die damit verbundenen Konfliktfelder wie Machtstrukturen, seelische und physische Problemstellungen aufzudecken. Mit dieser Methode können komplexe, systemische Zusammenhänge deutlich dargestellt und erlebbar gemacht werden, so dass häufig erst durch eine derartige Methode wirkliche Veränderungsprozesse möglich sind.

Weitere ausgewählte Analyse-Instrumente:

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